Das Wort "Scherben" in pink auf schwarzem Hintergrund
zum Programm
Donnerstag, 12. November 2026 – 19:00 – Samstag, 14. November 2026 – 19:00
Exilmuseum

Scherben. Eine Performance von Christopher-Felix Hahn

Vor Ort
Theater

Als Christopher-Felix Hahns Großmutter ins Altersheim zieht, hinterlässt sie ihm eine Vase – angeblich ein Fundstück aus dem Wald, verloren von Flüchtlingen 1945. Doch Nachfragen enthüllen eine andere Geschichte: Die Vase stammt aus dem Haus des jüdischen Nachbarn Curt Courant, einem der bekanntesten Kameramänner der Weimarer Republik, der vor den Nationalsozialisten ins Exil fliehen musste.

Die Performance geht den Spuren dieses Objekts nach und verbindet die eigene Familiengeschichte mit der Biografie Courants. Von Brandenburg über Berlin bis nach Hollywood folgt die Inszenierung dem Weg der Vase und stellt Fragen nach Restitution, Verantwortung und dem Umgang mit einem „vergifteten" Erbe.

Die Aufführung findet im Rahmen der Ausstellung „VON HIER AUS. Geschichten des Exils aus der Fasanenstraße“ im Exilmuseum statt. Mit dem Projekt beleuchtet das Exilmuseum die Geschichte des Hauses, in dem es entsteht, und dessen Nachbarschaft.

Daten:
12.–14.11.2026, 19 Uhr
15.11.2026, 17 Uhr

Scherben

Konzept, Künstlerische Leitung, Performance: Christopher-Felix Hahn, Dramaturgie: Alexander Kirchner, Video: Adrian Terzić, Sound: Daria Redkina, Keramikproduktion: Liesa Fritzsche, Bühne: Thilo Ullrich, Technische Leitung: Bart Huybrechts. Die Premiere fand am 04.09.2025 in der Vierten Welt in Berlin statt.

Die Produktion wurde gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, dem Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg sowie der Ursula Lachnit-Fixson Stiftung. Die Wiederaufnahme wird durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt im Rahmen des Programms Wiederaufnahmeförderung gefördert.

Christopher-Felix Hahn ist freischaffender Theatermacher, Kunstvermittler und Performer. Er studierte Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin sowie Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Seit dem Gewinn des Jurypreises beim 100° Festival Berlin 2011 arbeitet er in wechselnden Konstellationen mit Künstler*innen wie Tino Sehgal, Nico and the Navigators und Showcase Beat Le Mot zusammen. In seiner eignen Arbeit beschäftigt er sich mit Formen von Erinnerungskultur.