Burkhard Veigel vor der ehemaligen Berliner Mauer.
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Donnerstag, 12. November 2026 – 19:00 – 20:30
Berliner Unterwelten e.V.

Zeitzeugen im Gespräch – Fluchthelfer Burkhart Veigel

Vor Ort
Vortrag

Einer der erfolgreichsten Fluchthelfer, Burkhart Veigel, berichtet in einem Vortrag und anschließendem Gespräch über seine Aktivitäten an der Berliner Mauer, bei denen er zwischen 1961 und 1970 nach seinen neuesten Angaben und Erkenntnissen etwa 950 Flüchtlingen zur Freiheit verholfen habe. Drei seiner Touren wurden von der Staatssicherheit (Stasi) nie in flagranti aufgedeckt: Die legendäre »Doppelgänger-Tour«, bei der ein Fluchthelfer mit einem Trick zweimal durch die Grenzkontrolle ging und so einen registrierten Ausweis für einen Flüchtling erhielt – auf diese Weise kamen mindestens 100 Menschen in den Westen; die Fluchten mit einem Cadillac, bei denen jeweils ein Flüchtling, versteckt im Armaturenbrett, über die Grenze geschmuggelt wurde – rund 200 Flüchtlinge in drei Jahren; und die »Franzosen-Tour«, bei der ein französischer Alliierter bis zu 14 Flüchtlinge in einer Tour über die Grenze bringen konnte – so kamen in vier Jahren mehr als 250 Flüchtlinge von der DDR in die BRD. 

Burkhart Veigel kehrte nach 37 Jahren als niedergelassener Orthopäde und Unfallchirurg in Stuttgart 2007 nach Berlin zurück, um über das Thema Flucht und Fluchthilfe zu recherchieren und zu schreiben. Daraus sind u.a. die Bücher »Wege durch die Mauer – Fluchthilfe und Stasi zwischen Ost und West« und »FREI«, ein Roman über eine Ost-West-Liebe, den er zusammen mit seiner ehemaligen Frau, der Schriftstellerin Roswitha Quadflieg, geschrieben hat, entstanden.

Am Ende der Veranstaltung bleibt Zeit für den Verkauf und das Signieren von Büchern.

Dauer: ca. 1,5 Stunden

Preis: 7 Euro

Tickets sind bis zu 30 Tage im Voraus erhältlich.

Ort:
Berliner Unterwelten e.V.
Brunnenstraße 142, 10115 Berlin
Nicht barrierefrei zugänglich für Rollstuhlfahrer.